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Doch sind französische Familien glücklich mit diesem System? Was macht es mit einer Gesellschaft, wenn Eltern und Kinder den größten Teil ihrer Zeit getrennt sind? Das herrschende Lebensmodell in Frage zu stellen, ist in Frankreich dabei ein politisches und gesellschaftliches Tabu. Experten sprechen von einer tief verwurzelten Erziehungskultur der Distanz. Kinder werden schon sehr früh körperlich auf Abstand gebracht.

Im "Breitengrad" schildern französische Mütter und Erzieherinnen eine Alltagsrealität in Familien und Krippen, die von Druck und Zeitnot geprägt ist. Sie erzählen, wie schmerzvoll sie die frühe Trennung von ihren Kindern empfunden haben und zum Teil auch, wie sie sich einer Gesellschaft widersetzt haben, die einer innigen Mutter-Kind-Bindung misstrauisch gegenübersteht.

Eine Reportage von Margarete Moulin und Christian Sachsinger.

Podcast anhören (Länge 23:53 min): Hier

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Auf ZEIT ONLINE: Liebe auf Distanz

Die frühe staatliche Betreuung in Frankreich hat ihren Preis. Frauen fühlen sich zunehmend entfremdet von ihren Kindern. von Margarete Moulin (Quelle. ZEIT Online, v. 13.09.2013)

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