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ab 10.06.2015

Blut ist dicker als Wasser? Pflegefamilien auf Abruf

Die Sendung wurde ausgezeichnet mit dem diesjährigen Medienpreis des Deutschen Roten Kreuz.Wenn Kinder, weil sie zu Hause misshandelt oder vernachlässigt werden, nicht bei ihren Eltern leben können, werden sie aus ihren Familien herausgenommen, manchmal für eine Weile, manchmal für immer. Ende 2011 lebten bundesweit 61.894 Kinder und junge Erwachsene dauerhaft in Pflegefamilien, weitere 65.367 in Heimen und ähnlichen Einrichtungen.


Die Jugendämter werben um Pflegefamilien, Kinder sollen eine Chance auf Familie haben. Doch Pflegefamilien bleiben ein stets gefährdetes System. Juristen, Jugendämter und Psychologen, die Entscheidungsträger im Kinderschutz argumentieren jeweils mit dem „Kindeswohl“ und kommen doch zu sehr unterschiedlichen Schlussfolgerungen. Eine sichere Beheimatung der Kinder in ihren Ersatzfamilie steht oft jahrelang in Frage - mit dramatischen Folgen für die Entwicklung dieser Kinder.

Um über die Lebenswirklichkeit vieler tausend Kinder und ihrer Familien aufzuklären, suchte die Autorin Betroffene auf, befragte die im Kinderschutz Tätigen und Fachleute wie den Münchner Bindungsforscher Dr. Karl Heinz Brisch oder den Frankfurter Familien- und Kindschaftsrechtler Prof. Ludwig Salgo. Im Vordergrund aber stehen persönliche Schicksale, Kinder zweier Familien, die nicht in ihren Ursprungsfamilien leben können und deren Geschichten exemplarisch sind für viele andere. Dabei berührt die Sendung zugleich rechtspolitische Fragen nach der Notwendigkeit von Reformen im Elternrecht, um auch diesen Kindern Beziehungskontinuität zu sichern.

Mi 10.06.2015 22:04 - 23:00 Uhr

RRB Kulturradio

Blut ist dicker als Wasser?
Pflegefamilien auf Abruf. Von Beate Lehner

(anschließend noch eine Woche zum Nachhören online auf der Feature-Seite vom RBB)

Zum Sendehinweis: Hier

 

 

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