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Bayerisches Fernsehen: Montag, 16.03.2015, 20:15 bis 21:00 Uhr

2003 waren es noch 1668 Inobhutnahmen - so wird die vorläufige Aufnahme und Unterbringung eines Kindes durch das Jugendamt genannt. 2013 waren es fast doppelt so viele. Und trotzdem ereignen sich immer wieder Tragödien wie der Fall einer Kindstötung im November 2012 in Freising. Obwohl es bereits eingeschaltet war, konnte das Jugendamt den Tod von drei Kindern nicht verhindern.


Das Bundesverfassungsgericht hat eine klare Haltung: Es bremst das Eingreifen staatlicher Instanzen und stärkt das Recht der Eltern. So hat es mehrfach Entscheidungen der zuständigen Familiengerichte zurückgenommen. Die Begründung: "Eine Trennung der Kinder von ihren Eltern stellt den stärksten Eingriff in dieses Recht dar und unterliegt strenger verfassungsrechtlicher Kontrolle." Es gehöre nicht zu den Aufgaben des Staates, "gegen den Willen der Eltern für eine bestmögliche Förderung der Fähigkeiten der Kinder zu sorgen".

In den USA oder Großbritannien sind die zuständigen Ämter sehr viel eher geneigt, vernachlässigte Kinder in Pflegefamilien zu geben - und sie auch dort zu belassen. Kritiker wie die Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig fordern daher, auch in Deutschland endlich das Kindeswohl an erste Stelle zu setzen. Sie verlangen eine ausdrückliche Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz. Zu diesen Themen auch ein ausführliches Interview mit Dr. K. H Brisch in der Sendung.
(Quelle: Bayerisches Fernsehen, Sendung vom 16.März.2015, Regie: Boris Quatram, Redaktion: Anja Schaefer)

Zum Sendehinweis auf der Webseite des BR: » mehr

 

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