Home | Sitemap | Kontakt | ImpressumDeutschenglish

Innovatio-Preis: ABSTIMMEN

 

Zielsetzung des Projektes
Ziele des B.A.S.E -Babywatching (BASE = Babywatching against Aggression and anxiety, for Sensitivity and Empathy) sind u.a.:

• Anhand der gezielten Beobachtung und Beschreibung des Verhaltens der Mutter und des Babys soll die Empathiefähigkeit der Schülerinnen und Schüler gefördert und ihre sozialen Kompetenzen erweitert werden.
• Durch den liebevollen Umgang zwischen Mutter und Kind soll eine positive Stimmung bei den Schülerinnen und Schülern ausgelöst werden.
• Den Schülerinnen und Schülern soll ein positiver Umgang zwischen Mutter und Kind als Modell verfügbar gemacht werden.
• Erkennen der Gefühlslage des Gegenübers
à mehr Sicherheit im Umgang mit Mitmenschen
à Abbau von aggressivem und Aufbau von prosozialem Verhalten

„Durch das „B.A.S.E-Babywatching“ werden den Schülerinnen und Schülern korrigierende emotionale Erfahrungen ermöglicht, die es einerseits erleichtern, mögliche angestaute Aggressionen aus Bindungserfahrungen mit den Eltern und anderen Bezugspersonen zu verstehen und andererseits Einfühlung zu lernen und neue Bindungserfahrungen zu machen, die eventuell korrigierenden Einfluss haben könnten“ (Brisch 2000, 271).

Projektbeschreibung
Das B.A.S.E-Babywatching ist ein Programm des Bindungsforschers Karl-Heinz Brisch zur Förderung der Empathie und Feinfühligkeit sowie zum Abbau von Aggressionen und Angst. Dazu besucht eine Mutter mit ihrem Baby einmal wöchentlich die Klasse und lässt sich beim Spielen, Kuscheln und Füttern von den Schülern beobachten.

Anfangs unterstützte ein in dem Programm ausgebildeter Schulseelsorger die Durchführung an unserer Schule. Inzwischen begleiten zusätzlich ausgebildete Lehrkräfte unserer Schule den Prozess. Sie regen die Schüler durch gezielte Fragestellungen dazu an, das Baby und die Mutter genau zu beobachten. Diese Fragen sind das zentrale Instrument des B.A.S.E®-Babywatching und lenken die Schüler, die Mutter-Kind-Interaktion aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.
1. Verhaltensebene: Was macht das Baby? Was macht die Mutter?
2. Motivationsebene: Warum verhält sich das Baby so? Warum verhält sich die Mutter so?
3. Gefühlsebene: Wie fühlt sich das für das Baby an? Wie fühlt sich das für die Mutter an?
4. Identifikationsebene (Handlung): Was würde ich machen, wenn ich das Baby wäre? Was würde ich machen, wenn ich die Mutter wäre?
5. Empathieebene (Gefühle): Wie würde es sich für mich anfühlen, wenn ich jetzt Baby wäre? Wie würde es sich für mich anfühlen, wenn ich jetzt Mutter wäre?

Das Babywatching-Projekt wurde im Schuljahr 2011/12 erstmalig an der Janusz-Korczak-Schule durchgeführt. Die Begeisterung aller Beteiligten sowie die Effekte auf das soziale Klima in der Klasse führten dazu, dass das Projekt nun regelmäßig in der Jahrgangsstufe 5 durchgeführt wird.

Das B.A.S.E-Babywatching bietet eine gute Möglichkeit, unseren Schülern ein positives Verhaltensmodell von einer feinfühligen, empathischen Mutter sowie einer sicheren Bindung zwischen Mutter und Kind in der Schule sichtbar zu machen. Das B.A.S.E-Babywatching ist ein fester Bestandteil unseres Schwerpunktcurriculums Soziales Lernen und wurde 2016 im Rahmen des Schulentwicklungspreises Gute gesunde Schule ausgezeichnet.

Im Projekt wirken 19 Lehrkräfte, eine hauptamtliche sowie 20 ehrenamtliche/freiwillige MitarbeiterInnen mit.

Bisherige Ergebnisse
Es wurden regelmäßige schulinterne Evaluationen mit Eltern-, Schüler- sowie Lehrkräftebefragungen durchgeführt.

Was ist das Innovative des Projektes?
Die Kooperation zwischen der katholischen Kirchengemeinde und einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung sowie die wöchentliche Einbindung Ehrenamtlicher für ein ganzes Jahr.

Außerdem die Implementierung von Empathie und Lebensfreude in den Fachunterricht und die Rückbindung in die Kirchengemeinde.

Die Auswertung der Befragungen von Eltern, Schülern und Lehrkräften zeigen, dass alle an der Erziehung Beteiligten und die Schüler selbst deutliche Impulse einer positiven emotionalen und sozialen Entwicklung konstatierten. Die positiven Entwicklungen im Bereich der Empathie zeigten sich als Transferleistung sowohl im schulischen, als auch familiären Kontext.

Link zur Website des Projekts  www.jk-schule.de

English