Home | Sitemap | Kontakt | ImpressumDeutschenglish

Newsletter Nr. 688 vom 16. November 2017

------------------------------------

 

(1)    Forderungen der eaf für eine familienorientierte Politik der 19. Legislaturperiode

(2)    Deutscher Juristinnenbund kritisiert die Änderung der Düsseldorfer Tabelle

(3)    Bundesverband „Das frühgeborene Kind“: Frühgeborene im Blick behalten!

(4)    Bundesfamilienministerium: Hessen beteiligt sich am Fonds Sexueller Missbrauch

(5)    Deutsches Kinderhilfswerk: Mehr Qualität für Kita- und Schulessen

(6)    Der Deutsche Turner-Bund bringt Kinder in Bewegung: Auftakt zur „Offensive Kinderturnen“

(7)    Nationales Zentrum Frühe Hilfen: Freiwilligenarbeit in den Frühen Hilfen weiter entwickeln

(8)    Deutsches Kinderhospizforum macht deutlich, wie stärkend Gemeinschaft ist

(9)    KidsRights verkündet Finalisten für International Childrens Peace Prize

(10)  Halbzeit beim „Forschergeist 2018“: Noch bis zum 31. Januar mit Kita-Projekten bewerben

(11)  Deutsches Kinder- und Jugendfilmzentrum: Kinderfilme zum Weihnachtsfest 2017

 

------------------------------------

(1) Forderungen der eaf für eine familienorientierte Politik der 19. Legislaturperiode

Familien in Deutschland leben vielfältige Formen. Sie übernehmen füreinander Verantwortung. Sie gestalten das Gemeinwesen durch unterschiedlichste Fähigkeiten und die Bereitschaft, ihre Zeit und Arbeitskraft, ihre Bildung, ihre Kultur, ihr Wissen, ihre Erfahrungen und ihr Geld einzubringen. Sie sind solidarisch für Menschen, die Zuwendung, Hilfe und Pflege brauchen. Ohne diese Leistungen könnte unsere Gesellschaft nicht bestehen. Das gilt in ganz besonderer Weise für das gute Aufwachsen aller Kinder.
Deshalb ist es in höchstem Maße alarmierend, wenn nachweislich die Zahl der Kinder, die in Armut und prekären Lebensverhältnissen leben, stetig wächst. Diese Kinder leben in Bezug auf Bildung, Gesundheit, Teilhabe, Wohnen, Kultur, Integration und soziale Sicherheit mit elementaren Defiziten. Ihre Familien, vor allem Einelternfamilien, Mehr-Kinder-Familien und Familien mit Migrationshintergrund, verfügen nicht über die notwendigen Handlungsmöglichkeiten und Kompetenzen, um Familie gut leben und den hohen gesellschaftlichen Anforderungen entsprechen zu können.
Die Politik der nächsten Jahre entscheidet darüber, ob es gelingt, diese Kluft zu überwinden und den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu bewahren. Zu verhindern sind Fehlentwicklungen, die individuelle Ungerechtigkeit vermehren und strukturell ein großes, auch ökonomisch relevantes Potential an Zukunftsbelastungen aufbauen.
Die eaf hält deshalb einen Perspektivenwechsel hin zu einem zeit- und realitätsgerechten Verständnis von öffentlicher Verantwortung für das Wohlergehen aller Kinder und deren gute Entwicklung und Entfaltung für dringend notwendig. Eltern, Familien und staatliche Gemeinschaft sorgen in diesem Sinne gemeinsam für gute Bedingungen. Der Staat versteht sich neben seiner Rolle als „Wächterstaat“ zunehmend auch als aktivierender, stärkender, für gute Ermöglichungsbedingungen Sorge tragender „Förderstaat“. Er tritt damit nicht in Konkurrenz zur Elternverantwortung, sondern ermöglicht und stärkt sie vielmehr.
Ein PDF dieser Forderungen steht zum Download bereit unter: https://www.eaf-bund.de/documents/Stellungnahmen/Stn2017/171108_Forderungen_19._Legislaturperiode.pdf

Quelle: Presseinformation der evangelischen arbeitsgemeinschaft familie e. V. (eaf) vom 10.11.2017

nach oben

 

(2) Deutscher Juristinnenbund kritisiert die Änderung der Düsseldorfer Tabelle

„Leider gar kein Anlass zum Jubeln!" kommentiert die Präsidentin des Deutschen Juristinnenbundes e.V. (djb), Prof. Dr. Maria Wersig, die vor einigen Tagen bekannt gewordenen Änderungen der Düsseldorfer Tabelle. Die Sätze für Kinder, die von ihren Eltern Barunterhalt erhalten, steigen ab 1. Januar 2018 um bis zu 7 EUR monatlich. Doch für die Masse der Kinder ist dies leider trotzdem ein Rückschritt, sie bekommen im Ergebnis sogar weniger Unterhalt. Denn gleichzeitig wurden die Einkommensgruppen angehoben und zwar um stolze 400 EUR je Stufe. Das führt dazu, dass die erwirtschafteten Einkommen nunmehr einer niedrigeren Einkommensgruppe zuzurechnen sind mit der Folge, dass der Kindesunterhalt tatsächlich sinkt. Dies ändert sich erst (wieder) bei Einkünften oberhalb von 4.300 EUR monatlich (netto). „In Zeiten steigender Gehälter, sinkender Arbeitslosenzahlen und sogar erhöhter Grundsicherungs- und Sozialh ilfesätze einerseits und wachsender Kinderarmut vor allem in Haushalten von Alleinerziehenden andererseits ist das ein fatales Zeichen", so die Präsidentin des djb weiter. Ein Pflichtiger mit einem Einkommen zwischen 1.500 EUR und 1.900 EUR war bisher der zweiten Einkommensgruppe zuzuordnen und hatte einem bis zu sechs Jahre alten Kind 264 EUR im Monat an Unterhalt zu zahlen. Mit Wirkung zum 1. Januar 2018 sind es durch die Zuordnung zur ersten Einkommensgruppe lediglich 251 EUR und damit 13 EUR WENIGER. Dies zieht sich konsequent durch alle Altersgruppen, d.h. in der ersten Einkommensgruppe werden ab dem 1. Januar 2018 in den jeweiligen Altersstufen 13 EUR, 15 EUR bzw. 17 EUR weniger zu leisten sein. Damit nicht genug: Bei faktischer Umgruppierung muss ein Pflichtiger, der bisher bei einem Nettoeinkommen von 3.500 EUR für ein zehnjähriges Kind 408 EUR zu zahlen hatte, nach dem Jahreswechsel nur noch 382 EUR zum Lebensunterhalt des Kindes beisteuern. „ Glücklich“ können sich nur die Kinder schätzen, deren unterhaltspflichtiger Elternteil bisher bis zu 1.500 EUR im Monat verdiente, da gibt's bis zu 6 EUR mehr. Bei einem Pflichtigen, der mehr als 5.100 EUR monatlich verdient, erhalten die Kinder immerhin bis zu 11 EUR mehr an (Bar-)Unterhalt! Im Verhältnis zu den Kürzungen, die die Mehrheit der Kinder hinnehmen muss, allerdings kein Betrag, der sich sehen lassen kann. Für volljährige Kinder, die noch im Haushalt eines Elternteils leben, ist nicht einmal der Bedarfssatz angehoben worden. Die Beibehaltung des Bedarfs aus dem Jahr 2017 ist vielmehr „bis auf weiteres“ geplant. Hier zeichnet sich eine Abschaffung der vierten Altersstufe ab, die das Budget des Elternteils, in dessen Haushalt das volljährige Kind wohnt, weiter strapazieren wird.

Quelle: Pressemeldung des Deutschen Juristinnenbundes vom 13.11.2017

nach oben

 

(3) Bundesverband „Das frühgeborene Kind“: Frühgeborene im Blick behalten!

Anlässlich des Weltfrühgeborenentages am 17.11. mahnt der Bundesverband „Das frühgeborene Kind“ e.V., zu früh geborene Kinder nicht vorschnell aus dem diagnostischen Blick zu verlieren. Nicht immer bleibt es nur bei anfänglichen Startschwierigkeiten der unreif geborenen Kinder, die sich auf die ersten Lebenswochen der nachgeburtlichen Behandlung in einem Perinatalzentrum beschränken. Das zeigt auch die zunehmende Zahl an Rückmeldungen von Eltern sowie von mittlerweile erwachsenen Frühgeborenen.
Vor allem die Schulzeit von ehemals sehr unreif geborenen Kindern kann sich für betroffene Familien zur unvorhergesehen Herausforderung entwickeln, wissen die Mitarbeiterinnen am Sorgentelefon des Verbandes aus den Beratungsgesprächen. „Viele Familien hatten das Kapitel Frühgeburt schon abgehakt und stellen dann ernüchtert fest, dass die Auswirkungen der anfänglichen Belastungen doch weiter reichen als gedacht“, so Barbara Mitschdörfer, Vorsitzende des Verbandes.
Auch verzeichnet der Verband in den letzten drei Jahren zunehmend Anfragen von Angehörigen und ehemals zu früh geborenen jungen Erwachsenen, die selbst von großen Problemen im sozial-emotionalen Bereich und im Berufsleben berichten und oftmals verzweifelt auf der Suche nach Austausch mit anderen Betroffenen sind.
Dass vor allem bei ehemals sehr kleinen Frühgeborenen erhöhtes Augenmerk erforderlich ist, unterstreichen auch die Ergebnisse eines 2004 initiierten Nachuntersuchungsprojektes aus Niedersachsen, an dem sich auch der Bundesverband seit 2009 beteiligt. Das Projekt dokumentiert den Entwicklungsstand dieser in Niedersachsen geborenen Frühchen im Alter von 6 Monaten, 2 Jahren, 5 Jahren und 10 Jahren, was körperliche, entwicklungsneurologische und psychologische Aspekte betrifft.
Den vorliegenden Ergebnissen zufolge zeigen viele der nachuntersuchten Kinder später motorische oder kognitive Einschränkungen sowie Verhaltensauffälligkeiten. Bei der Nachuntersuchung im Alter von 5 Jahren waren zum Beispiel 14,1 Prozent der Kinder geistig und 17,4 Prozent körperlich behindert. 33,1 Prozent wiesen Verhaltensauffälligkeiten auf und bei 40,4 Prozent zeigten sich sprachliche Auffälligkeiten.
Experten aus den Fachbereichen Neuropädiatrie und Sozialpädiatrie sind sich darüber einig, dass möglichst frühzeitige adäquate Fördermaßnahmen dazu beitragen können, den Entwicklungsverlauf dieser Kinder positiv zu beeinflussen. Doch noch immer werden viele Kinder erst dann therapeutisch gefördert, wenn sie beispielsweise im Rahmen des Schulbesuchs mit defizitären Leistungen auffällig werden, obwohl die entsprechenden Anzeichen bereits deutlich früher hätten erkannt werden können.
Aufgrund dessen setzt sich der Bundesverband verstärkt dafür ein, dass vor allem Kinder mit einem Geburtsgewicht von weniger als 1.500 Gramm entsprechend engmaschig von Entwicklungsexperten bis zum Schuleintritt nachuntersucht werden, um ihnen möglichst frühzeitig hilfreiche Therapieangebote zugänglich machen zu können, wenn sich Entwicklungsdefizite abzeichnen.
In 2016 kamen deutschlandweit insgesamt 773.338 Kinder zur Welt. 66.851 dieser Kinder wurden vor der 37. SSW und damit als sogenannte Frühchen geboren. Das entspricht 8,64 Prozent. Ca. 11.000 dieser Frühgeborenen kamen vor der 32. SSW bzw. mit weniger als 1.500 Gramm Geburtsgewicht zur Welt. Das entspricht einem Anteil von 10 Prozent aller Frühchen.

Quelle: Pressemitteilung des Bundesverbandes „Das frühgeborene Kind“ vom 15.11.2017

nach oben

 

(4) Bundesfamilienministerium: Hessen beteiligt sich am Fonds Sexueller Missbrauch

Das Bundesland Hessen hat als drittes Bundesland eine Beitrittsvereinbarung zur Beteiligung am Fonds Sexueller Missbrauch im familiären Bereich (FSM) unterzeichnet. Damit stehen 3,65 Mio. Euro mehr zur Finanzierung von Hilfeleistungen für Betroffene zur Verfügung, die ihre Anträge bis zur ursprünglichen Antragsfrist 30. April 2016 an den FSM gerichtet haben. Diese Frist hat der Bund aufgrund des fortwährend hohen Bedarfs an Hilfeleistungen ausgesetzt und stellt zunächst die Finanzierung für weiterhin eingehende Anträge alleine sicher.
Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley: „Die Übernahme von Hilfen für Betroffene, die sexuelle Gewalt innerhalb ihres eigentlichen Schutzumfeldes – der Familie – erleiden mussten, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Es freut mich daher sehr, dass sich auch nach mehrjährigem Bestehen des für Betroffene so wichtigen Fonds mit Hessen ein weiteres Bundesland dem FSM anschließt. Die Zahl der täglich in der Geschäftsstelle eingehenden Anträge zeigt uns auf erschreckende Weise, wie hoch der Bedarf ist. Wir können nicht verantworten, dass die dringend benötigten Hilfen abbrechen.“
Der FSM wurde im Mai 2013 in Umsetzung der Empfehlungen des Runden Tisches Sexueller Kindesmissbrauch (RTKM) durch den Bund zunächst mit einem Volumen von 50 Mio. Euro errichtet. Ende 2013 beteiligte sich als erstes Bundesland Mecklenburg-Vorpommern mit einer Summe von 1,03 Mio. Euro, im Juli 2014 folgte der Freistaat Bayern und zahlte 7,61 Mio. Euro in den Fonds ein. Durch die Beteiligung Hessens erhöht sich das Gesamtvolumen des FSM auf rd. 62,3 Mio. Euro. Mit diesen Mitteln werden Hilfeleistungen für Betroffene sexuellen Missbrauchs im familiären Bereich finanziert, die dazu beitragen sollen, das Erlittene zu verarbeiten. Bei der Geschäftsstelle des FSM können Sachleistungen wie Therapien (Psychotherapien, Komplementär- und Fachtherapien), Weiterbildungsmaßnahmen und individuelle Hilfeleistungen zur Aufarbeitung des widerfahrenen Leids beantragt werden. Voraussetzungen für die Gewährung von Leistungen bis zu einer maximalen Hö ;he von 10.000 Euro pro Antragsteller/in sind, dass diese nicht oder nicht mehr durch die gesetzlichen Leistungsträger finanziert werden und zudem geeignet sind, zur Auf- und Verarbeitung des Erlebten beizutragen. Neben der antragsbearbeitenden Geschäftsstelle befasst sich die unabhängige Clearingstelle, bestehend aus mittlerweile neun Gremien mit je vier Mitgliedern, intensiv mit den Einzelfällen. Die Fachleute aus dem medizinischen, psychotherapeutischen und juristischen Bereich sowie Vertreter/innen aus dem Kreis der Betroffenen begutachten mit hohem Einfühlungsvermögen und Sachverstand die Anträge und sprechen Empfehlungen zur Entscheidung aus.
Die Organisationsstrukturen, die für den FSM im familiären Bereich seinerzeit geschaffen wurden, nutzen auch institutionelle Vereinbarungspartner zur Bearbeitung und Entscheidung von Anträgen. Viele Institutionen und Länder haben sich seit 2013 dem System angeschlossen und übernehmen Arbeitgeberverantwortung. Auf Basis der Empfehlung der Clearingstelle treffen die Institutionen die Entscheidung zu Anträgen und finanzieren Hilfeleistungen eigenständig und unabhängig vom für den familiären Bereich bestehenden Fonds.
Auch im institutionellen Bereich sind weitere Vereinbarungspartner hinzugekommen. So haben sich im August dieses Jahres der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) e.V. und der Internationale Bund (IB): Freier Träger der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit e.V. entschieden, künftig im Rahmen ihrer Arbeitgeberverantwortung Hilfeleistungen für Betroffene sexuellen Missbrauchs zu finanzieren.
Insgesamt wurden seit Mai 2013 bisher rund 9.500 Anträge an die Geschäftsstelle des Fonds Sexueller Missbrauch gerichtet; 95 Prozent dieser Anträge betreffen den familiären Bereich.
Umfassende Informationen zur Antragstellung, Details zum familiären und institutionellen Bereich sowie zu Beteiligungen sind auf der Webseite des FSM (www.fonds-missbrauch.de) zu finden.

Quelle: Pressemeldung des Bundesfamilienministeriums vom 14.11.2017

nach oben

 

(5) Deutsches Kinderhilfswerk: Mehr Qualität für Kita- und Schulessen

Das Deutsche Kinderhilfswerk mahnt anlässlich des 11. Deutschen Kongresses für Schulverpflegung in Berlin die bundesweite verbindliche Einführung von Qualitätsstandards für die Verpflegung in Kitas und Schulen an. Aus Sicht der Kinderrechtsorganisation sollten sich diese an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) orientieren. Zahlreiche Studien belegen, dass die von der DGE für diesen Bereich gegebenen Empfehlungen in den seltensten Fällen erfüllt werden.
„Deshalb sollte beim Kita- und Schulessen nicht weiter auf unverbindliche Freiwilligkeit mit Appellen und Ankündigungen gesetzt werden. Die gibt es schon seit Jahren zuhauf, ohne dass sich vielerorts substanziell etwas getan hätte. Außerdem plädiert das Deutsche Kinderhilfswerk nachdrücklich für eine generelle Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes für Kita- und Schulessen von 19 auf 7 Prozent. Eine solche Reduzierung, die finanzielle Gestaltungsspielräume bei der Qualitätsverbesserung des Kita- und Schulessens ermöglichen würde, ist aufgrund des in diesem Bereich vorliegenden nationalen Gestaltungsspielraums problemlos möglich. Die derzeit laufenden Sondierungsgespräche und etwaige Koalitionsverhandlungen sollten das auf die Agenda nehmen", betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.
Aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes braucht jedes Kind im Ganztagsbetrieb von Kita oder Schule eine gesunde, warme Mahlzeit. Dazu zählt eine Vielfalt der Speisen ebenso wie ihre nährstoffreiche Zubereitung, ausreichend Gemüse, aber auch Vollkornprodukte und Fisch. „Es muss endlich Schluss sein mit zerkochtem Gemüse, trockenen Kartoffeln und billigen Fertigsoßen. Besonders wichtig ist es auch, die Kita-Kinder bzw. die Schülerinnen und Schüler mit einzubeziehen. Deren Kompetenz und Kreativität bleiben in der Regel völlig ungenutzt", so Hofmann weiter.
Aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes sollten möglichst heimische Produkte sowie Obst und Gemüse der Saison die Leitlinien für das Kita- und Schulessen sein. Wer in der Kindheit nicht erfährt und erlebt, was gesunde Ernährung ist und dass sie gut schmeckt, wird dies im Erwachsenenalter kaum nachholen können. Insofern ist eine gesunde Ernährung auch eine Grundsteinlegung für ein gesundes Leben. An dieser Stelle zu sparen ist langfristig verheerend.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 10.11.2017

nach oben

 

(6) Der Deutsche Turner-Bund bringt Kinder in Bewegung: Auftakt zur „Offensive Kinderturnen“

Der Deutsche Turner-Bund (DTB) und seine Landesturnverbände möchten gemeinsam mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Kinder für Bewegungsangebote begeistern und damit sowohl ihre motorische Entwicklung als auch ihre sozialen Kompetenzen fördern. Der DTB als größter Anbieter im Kinder- und Jugendsport hat aus diesem Grund die „Offensive Kinderturnen“ ins Leben gerufen. Damit soll insbesondere auch Kindern mit erschwertem Zugang zu Sport und Bewegung eine Teilnahme ermöglicht werden. Neben der heutigen Auftakt-Veranstaltung der Offensive Kinderturnen beim SC Siemensstadt in Berlin bieten über 350 Vereine mit rund 10.000 Kindern in Deutschland in der Zeit vom 10. bis 12. November 2017 Bewegungsaktionen für Kinder im Alter von drei bis sieben Jahren an.
Hierzu erklärt DTB-Präsident Dr. Alfons Hölzl: „Wir wissen um die Verantwortung, die wir für unsere Kinder tragen. Bewegung ist ein wichtiger Bestandteil für eine ganzheitliche Kindesentwicklung. Der DTB mit seinen vielfältigen Kinderturninhalten in den 20.000 Turnvereinen ist prädestiniert dafür, sich dieser Aufgabe anzunehmen.“
Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, betont: „Gesundheitsförderung und Prävention ist eine Gemeinschaftsaufgabe, bei der wir seit vielen Jahren mit dem DTB kooperieren. Zum gesunden Aufwachsen gehört die körperliche Fitness genauso wie die Förderung von Lebenskompetenzen. Bei beidem helfen die zahlreichen Turn- und Sportvereine in Deutschland mit ihrem größtenteils ehrenamtlichen Engagement maßgeblich mit. Damit machen sie Kinder stark und schützen sie so gleichzeitig vor späteren Gefährdungen durch Suchtmittel wie Tabak und Alkohol.“
Die BZgA unterstützt deshalb die Offensive Kinderturnen im Rahmen ihrer Mitmach-Initiative „Kinder stark machen“, die einen gesunden und bewegungsorientierten Lebensstil zur frühzeitigen Suchtprävention fördert. Hierzu bietet die BZgA Schulungen für Übungsleiterinnen und Übungsleiter an, stellt Informationsmaterial zur Verfügung, berät die Vereine und wird bei Landeskinderturnfesten vor Ort sein.
Wie keine andere Sportart fördert das Kinderturnen des DTB vielseitig und umfassend alle wichtigen motorischen Grundfertigkeiten wie Hüpfen, Laufen, Springen, Balancieren, Klettern und Schwingen. In den Vereinen lernen Kinder aber auch soziale Kompetenzen: Sie können ihre eigenen Fähigkeiten testen, dürfen Neues wagen, können einander helfen und erfahren Vertrauen und Anerkennung. Beides, motorische und körperliche Fitness und soziales Miteinander, macht Kinder stark.
Johannes B. Kerner, Botschafter der Offensive Kinderturnen: „Kinder haben einen natürlichen Drang, sich zu bewegen, zu laufen, zu hüpfen, zu toben, zu springen. Deshalb ist die Offensive Kinderturnen des DTB wirklich eine glänzende Angelegenheit und deshalb bin ich gerne als Botschafter dabei. Es gibt eben ein paar Dinge, die gibt es nicht am Kiosk und nicht an der Spielekonsole und auch nicht am Fernseher. Dafür muss man selbst initiativ werden. Ich kann nur alle bitten, für Öffentlichkeit zu sorgen, dass ganz viele Menschen die Gelegenheit haben, ihre Kinder zum Kinderturnen zu bringen.“
Samuel Koch, Botschafter der Offensive Kinderturnen: „Es ist wichtig, schon früh als Kind mit Sport und Bewegung anzufangen und dann mit der richtigen Begleitung, individuell und wohldosiert weiterzumachen. Dabei geht es nicht nur darum, den Körper möglichst gut auszubilden, sondern auch darum, soziale Kompetenzen zu entwickeln. Ob am Ende des Ganzen dann ein ‚Alleskönner‘ oder eine ‚Sportskanone‘ herauskommt, spielt keine Rolle. Hauptsache, man bekommt die Chance dazu. Das schafft die Offensive Kinderturnen des Deutschen Turner-Bundes.“
Kerstin Holze, Vorsitzende der Deutschen Turnerjugend erläutert: „Ein großes Anliegen unserer Offensive ist es, jedem Kind, unabhängig von seinem Alter, seinem Geschlecht, seiner Herkunft, mit oder ohne Behinderung, die Möglichkeit auf ausreichend Bewegung zu bieten. Das gilt besonders für Kinder, die bisher noch keinen oder nur einen erschwerten Zugang zu Bewegung und zu Sportvereinen haben.“
Am zentralen Tag des Kinderturnens, der zukünftig jeweils am zweiten Novemberwochenende stattfinden wird, laden der Deutsche Turner-Bund und seine Landesturnverbände alle Kinder und ihre Eltern ein, sich in den Vereinen auszuprobieren, Spaß zu haben und selbst ihre Fitness zu testen. Dabei ist es den teilnehmenden Vereinen überlassen, auch das „Kinderturn-Abzeichen für Alle“ zu vergeben. Es beinhaltet insgesamt zwölf Übungen aus verschiedenen Bewegungsbereichen, von denen sechs absolviert werden müssen, um das Abzeichen zu erwerben. Mit dem ersten Tag des Kinderturnens 2017 werden bundesweite Aktivitäten umgesetzt, um Kinder gezielt zur Bewegung zu animieren und für das Turnen zu begeistern.
Für 2018 sind zahlreiche weitere Maßnahmen geplant. Ziel ist es, dass bis Ende kommenden Jahres 100.000 Kinder an der Offensive Kinderturnen teilgenommen haben und sich 2.000 Vereine mit Kinderturnangeboten beteiligen werden. Zusätzlich strebt der Deutsche Turner-Bund an, bis Ende 2018 rund 1.000 Kooperationen mit externen Einrichtungen wie Kitas oder Grundschulen zu initiieren.
Weitere Informationen zur Offensive Kinderturnen mit allen Austragungsorten und Inhalten zum Kinderturn-Abzeichen unter www.kinderturnen.de
Informationen zur Mitmach-Initiative „Kinder stark machen“ unter www.kinderstarkmachen.de

Quelle: Gemeinsame Presserklärung des Deutschen Turner-Bundes und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vom 11.11.2017

nach oben

 

(7) Nationales Zentrum Frühe Hilfen: Freiwilligenarbeit in den Frühen Hilfen weiter entwickeln

Freiwillig Engagierte leisten einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung von Familien. In den Frühen Hilfen gibt es beispielweise Willkommensbesuche, Familienpatenschaften, ehrenamtlich organisierte Elterntreffs, Spiel- und Krabbelgruppen – gestaltet von und mit Freiwilligen.
Qualitätsgesicherte und effektive Freiwilligenarbeit in den Frühen Hilfen benötigt professionelle Begleitung. Außerdem ist es wichtig, dass die Angebote in die örtlichen Netzwerke eingebunden sind. „Qualitätsentwicklung der Freiwilligenarbeit“ ist daher das Thema einer Konferenz, zu der das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) nach Wiesbaden eingeladen hat. Über 200 Freiwillige und Professionelle in den Frühen Hilfen aus zahlreichen Kommunen in Deutschland kommen zusammen. Mit der Veranstaltung setzt das NZFH die 2015 erfolgreich begonnene Konferenzreihe „Netzwerkarbeit und Netzwerkkoordination. Netze weben – Brücken bauen“ fort.
Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), in der das NZFH seinen Sitz hat, betont: „Die Arbeit von Freiwilligen bzw. Ehrenamtlichen ist ein wichtiger Pfeiler in den Frühen Hilfen. Sie werden von den Eltern hoch geschätzt, weil sie Familien mit kleinen Kindern bei der Bewältigung ihres oft anstrengenden Alltags unkompliziert unterstützen“.
„Die Angebote sind weit verbreitet: In drei von vier Kommunen engagieren sich Freiwillige in den Frühen Hilfen. Aus unseren regelmäßigen Befragungen wissen wir, dass sie einen Bedarf an Weiterentwicklung dieser Aufgaben haben. Dem gehen wir mit dieser Konferenz nach“, erläutert Prof. Dr. Sabine Walper, Forschungsdirektorin am Deutschen Jugendinstitut (DJI) und Kooperationspartner der BZgA im NZFH.
In Impulsvorträgen und anschließender Diskussion greift die Konferenz drei Aspekte der Freiwilligenarbeit in den Frühen Hilfen auf: Potenziale und geeignete Formate des freiwilligen Engagements, Familienpatenschaften sowie die qualitätsgesicherte Einbindung von Angeboten mit Freiwilligen in die Netzwerke Früher Hilfen. Außerdem zeigen 15 Themeninseln gelungene Praxisbeispiele.
Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen ist ein Kooperationsprojekt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit dem Deutschen Jugendinstitut e.V. und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Es unterstützt seit 2007 die Fachpraxis dabei, familiäre Belastungen und Ressourcen früher zu erkennen, bedarfsgerechte Angebote bereitzustellen und die Vernetzung der unterschiedlichen Berufsgruppen zu fördern. Außerdem koordiniert das NZFH die Bundesinitiative Frühe Hilfen auf Bundesebene.
Weitere Informationen zur Konferenz finden Sie unter:
https://www.fruehehilfen.de/bundesinitiative-fruehe-hilfen/transfer/konferenzreihe-netzwerkarbeit/

Quelle: Pressemitteilung des NZFH vom 13.11.2017

nach oben

 

(8) Deutsches Kinderhospizforum macht deutlich, wie stärkend Gemeinschaft ist

„Gemeinsam – innehalten, gestalten, bewegen“ war das Motto des 7. Deutschen Kinderhospizforums am Wochenende in Essen. Zu Europas größter Fachtagung der Kinder- und Jugendhospizarbeit begrüßte der Deutsche Kinderhospizverein über 500 Teilnehmende und Referenten. Das zweitägige Forum stand unter der Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe.
Ingrid Fischbach, Parlamentarische Staatssekretärin im BMG, Patientenbeauftragte und Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, würdigte in ihrem Grußwort die Kinder- und Jugendhospizarbeit in Deutschland: „Das Thema Sterben und Tod muss in die Mitte der Gesellschaft getragen werden. Sie tun das.“ Darüber hinaus machte sie deutlich, wie enorm wichtig der gelebte Hospizgedanke „Gemeinschaft“ für die Kinder und Jugendlichen mit lebensverkürzender Erkrankung und ihren Familien ist.
Ein gemeinsames Thema von Politik und Kinder- und Jugendhospizarbeit ist der Pflegenotstand, so Martin Gierse, Geschäftsführer des Deutschen Kinderhospizvereins e.V. „Kinder haben ein Anrecht auf fachkundige und verlässliche Pflege. Eltern müssen sich darauf verlassen können.“ Beides sei häufig nicht mehr gegeben, weil es schlicht an ausreichenden Fachkräften fehlt. Die habe Einfluss auf die Lebensqualität der Familien, aber auch für Angebote der Kinder- und Jugendhospizarbeit, wenn z.B. Kinder aufgrund fehlender Pflegefachkräfte nicht an diesen teilnehmen können. Diese große Herausforderung gehe der DKHV e.V. in der nächsten Zeit gemeinsam mit den politischen Vertretern an.
Jens Nowotny, früherer Fußball-Nationalspieler, und Schauspieler Martin Brambach (Tatort) zeigten auf, wie bedeutsam Gemeinschaft für alle Kinder und Jugendlichen sei, ob krank oder gesund. Claudia Harms, Mutter eines jungen Mannes mit lebensverkürzender Erkrankung und eines bereits verstorbenen Kindes, berichtete aus ihrer Familie: „Aus der Notwendigkeit der Abhängigkeit – ob professionell oder ehrenamtlich – ist ein Weg entstanden in einer Gemeinschaft, in der sich der Einzelne mit all seinen Kräften entfalten kann.“ Der Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe, bis 2014 Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, brachte seine Erfahrungen ein: „Teilhabe lernt man nicht durch Erzählungen, sondern durch Erleben in der Gemeinschaft. Für die Eltern gilt: Nur wer ein ähnliches Schicksal hat, kann wirklich den anderen verstehen.“ Das gebe Kraft, um den Alltag zu bewältig en, und die Sicherheit, dass es andere gibt, mit denen man offen über die eigenen Gefühle reden kann.
Die Aspekte von Gemeinschaft sind so facettenreich wie die Inhalte der Einzelveranstaltungen. Vom Leben als Bruder oder Schwester eines erkrankten Kindes und dem Erwachsenwerden als lebensverkürzend Erkrankter über Bildung und Schule bis hin zum Ehrenamt und dem Vernetzen der Hospizdienste – das Forum vermittelte Einblicke in die Lebens- und Erfahrungswelten vieler Familien. Fragen des Umgangs mit Trauer, Erkrankung, Behinderung und Sterben gehörten ebenso dazu wie Formen der Beteiligung und des Engagements oder auch das Zulassen schierer Lebensfreude. „Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass auch beim siebten Forum Familien so offen über ihr Leben berichteten und uns daran teilhaben ließen", resümierte Gierse. „Sie sind Experten in eigener Sache und müssen gehört werden.“

Quelle: Pressemeldung des Deutscher Kinderhospizverein e.V. vom 11.11.2017

nach oben

 

(9) KidsRights verkündet Finalisten für International Childrens Peace Prize

Desmond Tutu verkündet Finalisten für den International Children’s Peace Prize 2017: Faye Hasian aus Indonesien, 15 Jahre (Thema: Sexuelle Ausbeutung und Kinderhandel); Mohamad Al Jounde aus Syrien, 16 Jahre (Thema: Geflüchtete Kinder und Bildung); Tymon Radzik aus Polen, 16 Jahre (Thema: Beteiligung von Kindern am Rechtssystem).
Amsterdam, 15. November 2017 – Der frühere Erzbischof und Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu hat im Namen der Stiftung KidsRights die drei Finalisten für den International Children’s Peace Prize 2017 bekannt gegeben. Der Preis wird jedes Jahr an ein Kind verliehen, das sich couragiert für Kinderrechte einsetzt. In diesem Jahr sind 169 Nominierungen aus 55 Ländern eingegangen – bisheriger Rekord. Eine Expertenkommission hat schließlich Faye aus Indonesien, Mohamad aus Syrien und Tymon aus Polen als Finalisten ausgewählt. Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai wird den Preis am 4. Dezember der Gewinnerin oder dem Gewinner in der Hall of Knights im niederländischen Den Haag übergeben. Malala selbst hat den International Children’s Peace Prize im Jahr 2013 gewonnen.
In einem persönlichen Brief hat Desmond Tutu, Schirmherr des International Children’s Peace Prize, den drei Finalisten seine Dankbarkeit für ihren Einsatz für die Rechte von Kindern ausgedrückt: „Für mich ist es kein Zufall, dass die diesjährigen Gewinner sich für die Bekämpfung der gegen Kinder gerichteten Gewalt einsetzen, nach Lösungen für die durch die Fluchtursachen hervorgerufenen globalen Krisen suchen und gleichzeitig für das Partizipationsrecht von Kindern in der Gesellschaft kämpfen. Lasst uns mit ihnen gemeinsam darauf hinarbeiten, eine sicherere und bessere Welt für künftige Generationen zu schaffen.“
Weitere Informationen über den International Children’s Peace Prize und zu KidsRights finden Sie unter: http://www.childrenspeaceprize.org und http://www.kidsrights.org.

Quelle: Pressemeldung von KidsRights vom 15.11.2017

nach oben

 

(10) Halbzeit beim „Forschergeist 2018“: Noch bis zum 31. Januar mit Kita-Projekten bewerben

Neugier gewinnt! Noch bis zum 31. Januar 2018 können sich alle Kitas in Deutschland mit ihren Projekten aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) beim Kita-Wettbewerb bewerben.
Können Fledermäuse in der Nacht sehen? Unter welchen Bedingungen rollt eine Kugel am schnellsten? Wie sieht ein Computer von innen aus? Kinder gehen mit offenen Augen und Ohren durch die Welt. Sie haben tausend Fragen, wollen die Welt entdecken und finden überall spannende Anlässe zum Forschen. Mit dem Kita-Wettbewerb „Forschergeist“ suchen die Deutsche Telekom Stiftung und die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ Projekte aus dem Kita-Alltag, die Kinder für die Welt der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik begeistert haben.
Ob das Projekt Tage, Wochen oder Monate gedauert hat, ist dabei nicht entscheidend – wichtig ist, dass es gemeinsam mit den Kindern initiiert, geplant und umgesetzt wurde. Die Arbeit in Projekten bietet Kindern die Möglichkeit, sich selbstständig und eigenverantwortlich mit ihren Fragen auseinanderzusetzen, Naturphänomene zu erforschen und technische Zusammenhänge zu begreifen.
Hochrangige Persönlichkeiten aus den Landesregierungen sind Botschafter des „Forschergeist 2018“. Durch ihr Engagement zeigen sie, welchen Stellenwert gute frühe MINT-Bildung in ihren Ländern hat. Zudem würdigen sie die gute Bildungsarbeit, welche die Erzieherinnen und Erzieher in ihrem Bundesland im MINT-Bereich leisten und dank derer Kinder die Chance haben, eigene Talente zu entdecken und Fähigkeiten zu entwickeln.
Der „Forschergeist“ ist ein bundesweiter Kita-Wettbewerb der Deutsche Telekom Stiftung und der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. Gemeinsam mit den Botschaftern möchten die Initiatoren des Wettbewerbs das Engagement der pädagogischen Kita-Fachkräfte wertschätzen und sie weiter für die frühpädagogische Bildungsarbeit im MINT-Bereich motivieren. Dafür prämieren sie vorbildliche Praxisbeispiele, die bei noch mehr Erzieherinnen und Erziehern Freude, Spaß und Neugier am gemeinsamen Forschen mit den Kindern wecken.
Ausgezeichnet werden 16 Landessieger, die jeweils ein Preisgeld zur Förderung der Bildungsarbeit im MINT-Bereich in Höhe von 2.000 Euro erhalten. Aus allen Landessiegern wählt die Jury fünf Bundessieger, die zusätzlich je 3.000 Euro erhalten. Die Jury hat zudem die Möglichkeit, Sonderpreise für besonderes Engagement in bestimmten Bereichen zu vergeben.
Die Landessieger werden im April und Mai 2018 im Rahmen der großen „Forschergeist“-Deutschlandtour in ihrer Kita ausgezeichnet. Am 6. Juni 2018 reisen sie zur feierlichen Bundespreisverleihung nach Berlin, wo die fünf Bundessieger bekanntgegeben werden.
Alle Informationen zum „Forschergeist 2018“ sowie die Dokumentationen der Gewinner-Projekte aus den Jahren 2012, 2014 und 2016 und damit Anregungen zum Weiterforschen finden Sie unter www.forschergeist-wettbewerb.de.

Quelle: Pressemitteilung von Forschergeist vom 7.11.2017

nach oben

 

(11) Deutsches Kinder- und Jugendfilmzentrum: Kinderfilme zum Weihnachtsfest 2017

Die Tage werden kürzer und schon stellen sich die Fragen: Was wünschen sich die Kinder oder Enkel zu Weihnachten? Und welcher Film könnte für Kinder zu Weihnachten der richtige sein? Das Online-Magazin www.kinderfilmwelt.de hilft all denen, die einen passenden Film verschenken möchten, und versammelt die 24 schönsten, lustigsten und spannendsten Filme für Kinder von 4 bis 12 Jahren.
Ob mitreißende Neuheiten, lustige Filmklassiker oder herzerwärmende Wintermärchen – Filme bieten eine wunderbare Winterzeit, wenn es draußen mal wieder stürmt und schneit. Gerade bei Kindern zwischen 4 und 12 Jahren wollen Eltern und schenkende Erwachsene eine gute Wahl treffen, wenn es um das passende Weihnachtsgeschenk oder einen familiären Filmabend geht. Eine qualitativ hochwertige und altersgerechte Auswahl bietet der alljährliche Ratgeber „Kinderfilme zum Weihnachtsfest“ – ein unabhängiges Angebot der medienpädagogischen Expertinnen und Experten vom Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum.
Das Angebot an neuerschienenen Filmschätzen auf DVD und Blu-ray ist jedes Jahr sehr groß. Der Ratgeber auf www.kinderfilmwelt.de gibt einen schnellen Überblick und hilft eine gute Wahl zu treffen – passend für jeden Geschmack und für jedes Alter. Wichtig bei der Auswahl ist den Medienpädagogen, dass die Filme den Blick der jungen Zuschauerinnen und Zuschauer verändern, Behaglichkeit oder Nachdenklichkeit erzeugen, dass sie Kinder mitnehmen in fantastische Welten, dass sie traumhafte, mitreißende und unterhaltsame Momente bieten.
Natürlich ist ein prächtiger Disney-Film wie „Die Schöne und das Biest“ einfach ein „Muss“ auf der Liste der schönsten Filmgeschenke. Neben diesem Titel finden sich noch 23 weitere Filme in der vielfältigen Auswahl: So zum Beispiel der Oscar-nominierte Animationsfilm „Mein Leben als Zucchini“, der sehr berührend und poetisch vom Zusammenhalt unter Heimkindern erzählt. Auch der auf einer irischen Sage fußende Film „Melodie des Meeres“ zeichnet sich durch stimmungsvolle Bildwelten aus, die gerade in ihrer Einfachheit einen ganz besonderen Zauber entfalten. Wer sich für einen Spielfilm entscheidet, dem bietet sich „Storm und der verbotene Brief“ an. Das spannende Historienabenteuer eines Kindes zu Martin Luthers Zeiten beschwört die Bedeutung des noch jungen Buchdrucks. Neue Wege des Erzählens beschreitet der Gegenwartsfilm „Auf Augenhöhe“, in dem ein Jung e seinen leiblichen Vater sucht. Die Filmemacher haben hier nicht einfach ein Jugendbuch adaptiert, sondern die Geschichte speziell für das Kino entwickelt. Ein Werk voll überraschender Wendungen, das weltweit bei Kinderjurys großen Anklang fand.
Kinderfilmwelt.de ist ein Angebot des Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrums (KJF), das vom Bundeministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird.
www.kinderfilmwelt.de/weihnachtsempfehlungen

Quelle: Pressemitteilung des Deutsches Kinder- und Jugendfilmzentrum vom 15.11.2017

English