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Petra Thorbrietz im Interview mit dem Bindungsforscher OA PD Dr. med. Karl Heinz Brisch

Herr Dr. Brisch, als Kinder- und Jugendpsychiater beschäftigen Sie  sich seit vielen Jahren mit dem Thema  frühkindliche Bindung. Was ist Ihnen daran so wichtig?
K.H. Brisch: Die Art der Bindung an naheste­hende Menschen prägt uns lebenslang. Sichere Bindungserfahrungen halten uns in den frühen Phasen der kindlichen Entwicklung gewissermaßen am Leben, später schützen sie uns vor seelischen und körperlichen Krankheiten. Trauma­tische Bindungserfahrungen schaden dagegen noch Jahrzehnte später.

Was genau ist das: Bindung? 
K.H. Brisch: Es ist ein jedem Menschen ange­borenes Bedürfnis nach körperlicher und emotionaler Sicherheit. Für eine gute Erfahrung ist die Feinfühligkeit der Eltern entscheidend – die Fähigkeit, auf die Signale des Kindes zu achten, sie zu verstehen und zu reagieren.


Das ist gleich nach der Geburt wichtig?

Schon während der Schwanger­schaft: Wenn sich das Nervensystem des Ungeborenen ausbildet, werden über Hormone körperliche Reaktionsmuster für das ganze Leben geprägt – so können sich beispielsweise Ängste der Mutter auf das Kind übertragen. Die Schwangere kann aber lernen, die Sig­nale ihres Körpers und die des Kindes bewusst wahrzunehmen, um dann et­was für seine Beruhigung zu tun, zum Beispiel schöne Musik aufzulegen oder Entspannungsübungen zu machen...

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