Home | Sitemap | Kontakt | ImpressumDeutschenglish
Logo KIZ
ab 10.02.2015

KIZ Newsletter, Nr.3

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Kinderschutz-Zentren e.V. (Die Kinderschutz-Zentren) ist ein gemeinnützig anerkannter Verein, der überparteilich und nicht an eine Konfession gebunden ist. Mitglieder sind freigemeinnützige Träger von Kinderschutz-Zentren und Kinderschutzeinrichtungen.


Nr. 3, Februar 2015

1.      Kinderschutz-Zentren äußern sich im Landtag NRW zu einem Landespräventionsgesetz 

2.      Interviewpartner für Forschungsprojekt „Innerfamiliäre Tötungsdelikte“ gesucht

3.      Der Paritätische bezieht Stellung zu Pegida

4.      Partnergewalt und Prävention in ländlichen Regionen Niedersachsens (PaGeNie)

5.      Stellenausschreibung für den Bereich Frühe Hilfen

6.      Termin

7.      Fortbildungsangebote

8.      Literaturempfehlung

1.      Kinderschutz-Zentren äußern sich im Landtag NRW zu einem Landespräventionsgesetz
Am 5.2.2015 fand im Düsseldorfer Landtag eine öffentliche Anhörung des Ausschusses für Familie, Kinder und Jugend statt. Gegenstand der Sitzung war der Antrag der Landtagsfraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen zum Thema „Kinderschutz geht alle an – Prävention stärken, Zusammenarbeit von Jugend und Gesundheitshilfe ausbauen“.
Britt Beckmann vom Bundesvorstand der Kinderschutz-Zentren betonte in ihrer Stellungnahme, dass die strukturelle Absicherung der entstandenen Arbeitsansätze im Bereich der Frühen Hilfen oberste Priorität in einem Landesgesetz haben muss. Gleichzeitig unterstrich sie, dass eine breit diskutierte Absenkung der Datenschutzschwelle und ein interkollegialer Austausch von Ärzt(inn)en dem Gedanken eines kooperativen Kinderschutzes entgegenstehen.
Die gesamte Stellungnahme der Kinderschutz-Zentren finden Sie hier.
Weitere Infos zur Anhörung finden Sie auf der Seite des Landtags von NRW.

2.      Interviewpartner für Forschungsprojekt „Innerfamiliäre Tötungsdelikte“ gesucht
Seit dem 1. August 2014 führt das Jugendamt der Stadt Karlsruhe ein zweijähriges Forschungsprojekt zum Thema „Innerfamiliäre Tötungsdelikte an Kindern, ihrer Mutter und/oder ihrem Vater im Zusammenhang mit Beziehungskonflikten, Trennung bzw. Scheidung“ durch. Ziel dieses explorativen Praxisforschungsprojektes ist es, die Jugendhilfepraxis sowie die vorhandenen Hilfsangebote zu verbessern.

Dabei werden u.a. die Belastungen hinterbliebener Kinder der tödlich endenden innerfamiliären Gewalteskalation, deren Bewältigung sowie die Wahrnehmung der Unterstützungsangebote, insbesondere der Jugendhilfe, erforscht.

Schwerpunktmäßig werden für diese retrospektiv angelegte Studie Interviews mit inzwischen volljährigen Kindern und Jugendlichen geführt werden. Das Forschungsprojekt „Innerfamiliäre Tötungsdelikte“ sucht volljährige Personen für ein Forschungsinterview, die in Kindheit oder Jugend durch ein Tötungsdelikt Angehörige oder Freunde im Kontext innerfamiliärer Beziehungskonflikte, Trennung oder Scheidung verloren haben.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage www.karlsruhe.de/toetungsdelikte. Alternativ können Sie sich auch direkt an Alexandra Schmidt wenden, die das Projekt und die Interviews durchführt. Sie ist per E-Mail unter forschungsprojekt.toetungsdelikte@sjb.karlsruhe.de und telefonisch unter 0721 133-3837 zu erreichen.

3.      Der Paritätische bezieht Stellung zu Pegida
Die Kinderschutz-Zentren als Mitglied im Bundesverband des Paritätischen Gesamtverbandes begrüßen die offizielle Erklärung des Vorstandes des Paritätischen zur sogenannten Pegida-Bewegung.

Der Paritätische steht für Vielfalt, Toleranz und Offenheit in dieser Gesellschaft. Die Vielfalt des Paritätischen ist Sinnbild des nicht nur friedlichen, sondern auch produktiven und bereichernden Miteinanders unterschiedlicher Menschen, Weltanschauungen oder Religionen. Unter dem Dach des Paritätischen finden alle ihren Platz, die sich im gemeinsamen Miteinander Respekt entgegenbringen. Offenheit und Toleranz sind für den Paritätischen nicht nur wünschenswerte, sondern notwendige Grundlagen einer sozialen und demokratischen Gesellschaft.

Pegida schürt Vorurteile und Fremdenangst. Pegida steht für Monokulturalität und Geschlossenheit. Pegida grenzt ab und grenzt aus.

Der Paritätische verurteilt jegliche Versuche der sogenannten „Pegida“ und anderer Bewegungen, fremdenfeindliches und rechtsextremistisches Gedankengut in die Gesellschaft hineinzutragen. Der Verband ruft die Menschen dazu auf, sich deutlich zu distanzieren, wo Proteste die Grundlagen von Toleranz und gegenseitigem Respekt verlassen, und ihre Kritik und ihren Unmut in den offenen politischen Diskurs dieser Gesellschaft einzubringen.

4.      Partnergewalt und Prävention in ländlichen Regionen Niedersachsens (PaGeNie)
Seit der Einführung des Gewaltschutzgesetzes im Jahr 2002 gilt Gewalt in Partnerschaften auch offiziell nicht mehr als Privatangelegenheit. Trotz der damit einhergehenden besseren institutionellen Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene ist davon auszugehen, dass das Dunkelfeld im Bereich Partnergewalt – also die nicht registrierten Fälle – sehr hoch ist. Nicht zuletzt zeichnet sich das auch in den Ergebnissen des vom Land Niedersachsen geförderten Projektes Partnergewalt und Prävention in ländlichen Regionen Niedersachsens (PaGeNie) ab. Im Rahmen eines Fachtages am 19.02.2015 soll an der Universität Vechta der aktuelle Forschungsstand vorgestellt werden. Weitere Infos erhalten Sie hier.

5.      Stellenausschreibung für den Bereich Frühe Hilfen
Der Deutsche Kinderschutzbund, Landesverband Hamburg e.V. sucht für den Arbeitsbereich Frühe Hilfen eine Familienhebamme oder eine Familien-Gesundheits-Kinderkrankenpflegerin. Alle weiteren Informationen finden sie hier.

6.      Termin
Fachkongress in Aachen, 12.–13. März 2015
Thema: Sexualität von Jugendlichen – Zwischen Neugier, Anpassung und Übergriffen
Dieser Kongress ist von der Psychotherapeutenkammer NRW mit 9 Credit Points zertifiziert.

7.      Fortbildungsangebote

Zertifikatskurs Fachberatung im Kinderschutz
Kinderschutzfachkräfte, die das Zertifikat „Fachberatung im Kinderschutz – die insoweit erfahrene Fachkrachkraft“ erwerben möchten, können sich noch für den Frühjahrskurs, beginnend am 23.03.–24.03.2015 in Köln, anmelden. Anmeldevoraussetzungen und weitere Informationen erhalten Sie hier oder direkt telefonisch unter 0221 569753.

Fachkraft im Kinderschutz
Am 11.05.–12.05. beginnt ein weiterer Kurs in Stuttgart. Informationen dazu finden Sie hier.

8.      Literaturempfehlung

Kinderschutz in ländlichen Räumen – Herausforderung, Empirische Befunde und Perspektiven
Die Kinderschutz-Zentren
Köln, Oktober 2014
€ 16,95

Besuchen Sie auch unseren Online-Buchshop. Dort finden Sie alle unsere Publikationen mit direkten Bezugsmöglichkeiten.

Die  Kinderschutz-Zentren
Arthur Kröhnert
Bundesgeschäftsführer
Bonner Str. 145
50968 Köln
Telefon: 0221-569753
Internet: www.kinderschutz-zentren.org

 

Social Media
www.facebook.com/dasKinderschutzforum und https://twitter.com/BAG_KIZ

Wenn Sie sich für das Abonnement dieses Newsletters an- oder abmelden möchten, klicken Sie bitte auf den entsprechenden Link auf unserer Homepage.

English