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Jugendliche suchen Hilfe im Internet
Die in der letzten Woche vorgestellte neue JIM-Studie, die seit 15 Jahren das Medienverhalten und -nutzen von Kindern und Jugendlichen untersucht, kommt zu dem Ergebnis, das sowohl weibliche als auch männliche Kinder und Jugendliche das Internet als wichtigstes Medium nutzen, wenn sie persönliche Probleme haben und nach einer Lösung suchen. Dies zeigt die Aktualität dieses Themas auch für den Kinderschutz und die Kinder- und Jugendhilfe. Die Kinderschutz-Zentren hatten auf ihrem Fachkongress in Leipzig vergleichbare Zahlen vorgestellt und werden im kommenden Jahr u.a. auf dem 11.Kinderschutzforum in Essen das Thema weiterverfolgen.

Hier finden Sie die JIM-Studie 2015.

 

2.      Standards gelten auch für unbegleitete minderjährige Flüchtlingskinder (UMF)
Der Landesverband Niedersachsen des Paritätischen hat in der letzten Novemberwoche einen Fachtag zur Situation der UMF durchgeführt. Die Standards der Kinder- und Jugendhilfe gelten auch für diese Kinder. „Kinder und Jugendliche, die ohne Eltern oder andere Erziehungsberechtigte nach Deutschland flüchten, benötigen besonderen Schutz und dürfen nicht in Erstaufnahmeeinrichtungen oder Notunterkünften untergebracht, sondern müssen unter Beibehaltung geltender Standards durch geschulte Fachkräfte betreut werden.“

Die Fachbeiträge können Sie hier nachlesen.

 

3.      Zuerst der Mensch…!? Inklusion und Kinderschutz
Der diesjährige Kinderschutzkongress der Kinderschutz-Zentren in Stuttgart beschäftigte sich mit dem Thema Inklusion. In den spannenden und fachlich sehr anspruchsvollen Beiträgen und Diskussionen ging es um mehr als um die anhaltende Debatte um eine mögliche große Lösung. Deutlich wurde, dass unabhängig von reinen Zuständigkeitsfragen sowohl im fachlichen Zusammenwirken als auch in der Haltung und dem Verständnis, was Inklusion nun wirklich bedeutet, viel Klärungs- und Diskussionsbedarf zwischen den Expert(inn)en aus der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Behindertenhilfe notwendig ist. Inklusion bleibt also ein wichtiges Thema und muss offensichtlich weitergedacht werden.

Mehr zu dem Kongress finden Sie hier.

 

4.      Fortbildungsprogramm 2016
Das neue Fortbildungsprogramm der Kinderschutz-Zentren liegt vor. Sie können es auf unserer Homepage herunterladen oder es per Mail bestellen, wir schicken es Ihnen dann gerne zu. Das Programm ist noch umfangreicher und greift weitere Kinderschutzthemen auf. Anregungen und Ideen dazu kommen von unseren Kongressteilnehmer(inne)n und den vielen Kolleg(inn)en, die im letzten Jahr ihr fachliches Wissen in unseren Seminaren vertieft und erweitert haben. Dafür auch an dieser Stelle herzlichen Dank.

Hier können Sie das Programm herunterladen.

 

5.      Termine
In den hier aufgeführten Kursen in Niedersachsen sind noch einige wenige Plätze frei.

Weiterbildung zur Fachkraft im Kinderschutz
Datum: 11.02.-12.02.2016 in Bad Zwischenahn

Zertifikatskurs Fachberatung im Kinderschutz „Die insoweit erfahrene Fachkraft“
Datum: 11.02.-12.02.2016 in Goslar

Berufliche Weiterbildung: Kinder psychisch kranker Eltern
Datum: 21.01.-22.01.2016 in Oldenburg

Hier finden Sie alle Weiterbildungsangebote der Kinderschutz-Zentren.

 

Literatur
KINDGERECHT – Verändertes Aufwachsen in einer modernen Gesellschaft

Dass Kinder in einer modernen Gesellschaft kindgerecht aufwachsen können, das ist der öffentliche Anspruch. Damit das gelingen kann, muss Kindern und Jugendlichen ein Recht auf Teilhabe und Partizipation gewährt werden. Viele Konzepte dazu liegen bereits vor, dennoch warten die von den zentralen politischen Gremien und Institutionen erarbeiteten und vom Gesetzgeber auf den Weg gebrachten Reformen noch in vielen Bereichen auf die entsprechende Realisierung. Der Umsetzungsprozess erweist sich teilweise als sehr aufwendig und arbeitsintensiv. Auch am Übergang zwischen den Zuständigkeiten unterschiedlicher Hilfesysteme zeigen sich immer wieder Schwierigkeiten. Gesetzgeberisches und wissenschaftliches Handeln benötigt einen entsprechenden Transfer in die Praxisfelder der Jugendhilfe. Erst dann sind die Grundlagen vorhanden, die es der Praxis ermöglichen, die fachlichen Konzepte im Alltag zu implementieren. Speziell für die Jugendhilfe und den Kinderschutz geht es dabei um die zentrale Frage, in welche Richtung sie sich verändern müssen, wenn sie die Rechte von Kindern und Jugendlichen umsetzen wollen. Die Beiträge in diesem Band erarbeiten gemeinsame Perspektiven für ein kindgerechtes Hilfesystem.

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