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Sie will unbedingt die Kontrolle behalten, auch wenn sie regelrecht von Frust, Angst und ihrer Sehnsucht überrollt wird. Sie schluckt ihren Ärger immer wieder mit viel Essen herunter und spuckt ihn routiniert wieder aus. Ebenso schluckt sie ihr bitteres Geheimnis und gaukelt ihren Eltern Normalität vor. Sie wirkt wie in sich selbst gefangen, es gibt keinen erkennbaren Hilferuf, weil die Welt um sie herum mit eigenen Problemen und Frust zu kämpfen hat. Ihr persönliches Wohlbefinden hängt nur von der Grammangabe der Waage ab. Und damit ist sie nicht alleine, denn sie ist Teil einer Community, die an diese Art zu leben glaubt und die sich gegenseitig anfeuert.

Der Kurzspielfilm der jungen Filmemacherin Gina Wenzel erhielt von der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW) auf Grund seiner besonderen inhaltlichen und künstlerischen Qualität das Prädikat »besonders wertvoll«. Die Jury befand: »Gina Wenzel hat die Betroffenen und ihr Krankheitsbild gut beobachtet und behutsam gefilmt. Die ungekünstelte Inszenierung, stimmige Dialoge und die Alltäglichkeit der Szenerie, die ohne große Dramatik sanft von der komplexen Problematik erzählt, erzeugt eine ungemeine Authentizität, die gefangen nimmt. Auch ein Plädoyer für das genauere Hinhören und Hinsehen, das Wahrnehmen unter uns.«

Nach der Weltpremiere auf dem HUMAN RIGHTS FILM FESTIVAL OF BARCELONA / NEW YORK CITY / PARIS (Official Selection) und der Aufführung auf dem 22nd WOMEN MAKE WAVES FILM FESTIVAL (Official Selection, Taiwan) ist der Kurzspielfilm »Lilly« über eine junge Frau mit Essstörungen jetzt beim Medienprojekt Wuppertal bestellbar.

DVD-Bestellung: Hier

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