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"Der Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe (bff) erklärt sich solidarisch mit  allen  Betroffenen.  Die  im  bff  zusammengeschlossenen  Frauenberatungsstellen  und Frauennotrufe stehen parteilich an der Seite der Betroffenen und verurteilen die Täter. Der bff möchte die betroffenen Frauen ermutigen, sich an eine spezialisierte Fachberatungsstelle für  sexualisierte  Gewalt  zu wenden.  Diese  Beratungsstellen  bieten  Betroffenen  und  deren Angehörigen eine unbürokratische, parteiliche und auf Wunsch anonyme Unterstützung an. Das Erleben sexualisierter Gewalt kann für Betroffene gravierende  Auswirkungen haben. Für viele  Frauen  wird  durch  einen  sexuellen  Übergriff  das  Vertrauen  in  Sicherheit  und zwischenmenschliche  Beziehungen  erschüttert.  Ein  sexueller  Übergriff  ist  eine  massive Verletzung der  körperlichen und  sexuellen  Integrität.  Die Betroffenen  haben  ein  Recht  auf Unterstützung und Entschädigung.

Frauenberatungsstellen  weisen  seit  Jahrzehnten  darauf  hin,  dass  die  Angst  vor  sexuellen Übergriffen  und  sexualisierter  Gewalt  Frauen  in  ihrer  Bewegungsfreiheit  und  gesellschaftlicher Teilhabe einschränkt. Die tagtäglich ausgeübte sexualisierte Gewalt hat niemals nur  Auswirkungen  auf  die  direkt  Betroffenen,  sondern  führt  dazu,  dass  viele  Frauen  alls gefährlich  geltende  Orte oder  Gegebenheiten  meiden.  Es  ist  somit  eine  dauerhafte gesamtgesellschaftliche gleichstellungspolitische  Aufgabe,  sexualisierte  Gewalt  zu bekämpfen.  Die  Maßnahmen  dürfen  sich  nicht  auf  kurzfristige  Reaktionen  auf  gemeldete Übergriffe beschränken. Die Anzeigenbereitschaft seit Silvester ist erfreulich hoch Studien belegen,  dass  jede  siebte  Frau  in  Deutschland  schwere    Formen  sexualisierter Gewalt,  d.h.  sexuelle  Nötigung  oder  Vergewaltigung erlebt.  Die  Täter  kommen  in  der Mehrzahl  der  Fälle  aus  dem  sozialen  Nahraum,  nicht  selten  handelt  es  sich  um  Ehe-  oder Beziehungspartner."


Ganze Stellungnahme lesen:
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Siehe dazu auch die Fallanalyse des bff „Was Ihnen widerfahren ist, ist in Deutschland nicht strafbar" von Juli 2014 (darin Ausführungen zur Schutzlücke bei den Überraschungsangriffen auf Seite 18): Hier

 

Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe
Frauen gegen Gewalt e.V.
Petersburgerstr. 94
10247 Berlin

Telefon: 030 322 99 500
Telefax: 030 322 99 501
E-Mail:
www.frauen-gegen-gewalt.de

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