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Im Vergleich zu Kindern aus Kernfamilien ist das Risiko, psychisch auffällig zu sein, für Kinder aus Familien mit einem Elternteil um das 2,3-fache und für Kinder aus Stieffamilien um das 2,6-fache erhöht. Dieses erhöhte Risiko kann nicht auf Unterschiede im Sozialstatus oder im Familienklima zurückgeführt werden. Die Wissenschaftler des RKI nehmen an, dass insbesondere die Trennung der Eltern und die veränderte Familiensituation zu psychischen Auffälligkeiten führen.
„Die Belastungen, die eine Trennung der Eltern häufig mit sich bringt, überfordert viele Kinder und Jugendliche“, so Peter Lehndorfer, Mitglied des Vorstands der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK). „Eltern und Kinder brauchen die Gewissheit, dass sie schnell Unterstützung bekommen, wenn sie professionelle Hilfe brauchen. Hierbei geht es vor allem auch um die Abklärung, ob sich schon eine psychische Erkrankung entwickelt hat, die behandelt werden muss.“
KiGGS ist eine Langzeitstudie. Die erste Erhebung fand von 2003 bis 2006 statt. An der aktuellen Erhebung der KiGGS-Studie nahmen mehr als 12.000 Mädchen und Jungen im Alter von drei bis 17 Jahren mit ihren Eltern teil. Mit der KiGGS erhebt das RKI kontinuierlich Daten zur Gesundheit von Kindern in Deutschland.

Psychische Auffälligkeiten und psychosoziale Beeinträchtigungen bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 3 bis 17 Jahren in Deutschland – Prävalenz und zeitliche Trends zu 2 Erhebungszeitpunkten (2003–2006 und 2009–2012). Ergebnisse der KiGGS-Studie – Erste Folgebefragung (KiGGS Welle 1) Hölling H, Schlack R, Petermann F, Ravens-Sieberer U, Mauz E, KiGGS Study Group (2014) Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 57(7) · DOI 10.1007/s00103-014-1979-3

Zur Studie des Robert Koch-Instituts: Hier

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