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Der Londoner Statistiker Robert Carpenter rechnet in einer viel beachteten Studie vor:
Babys, die im Bett ihrer Eltern schlafen, hätten auch dann ein höheres Risiko für den Plötzlichen Kindstod, wenn die Mutter ihr Kind stille und nicht rauche.
Siehe: » hier

Wir haben diese Studie kritisch gelesen und wollen darauf hinweisen, dass Carpenters Berechnungen teils auf unzulässigen Annahmen und auf veralteten Daten beruhen. Wir haben dies in einer Online-Reply im BMJ Open begründet:
Siehe: » hier

Wir fassen hier die wichtigsten Gründe unserer Kritik kurz auf Deutsch zusammen und fügen eine Anmerkung zu der derzeitigen Diskussion in der Presse hinzu.

  • Carpenter fasste für seine Analyse Daten aus verschiedenen Fall-Kontroll-Studien aus unterschiedlichen Ländern zusammen.... Die Daten sind 15 - 26 Jahre alt."
  • „In dieser Zeit hat sich die Epidemiologie des Plötzlichen Kindstods deutlich verändert... Das sind 89 % weniger als im Jahr 1991, als in Deutschland 1285 SIDS-Fälle auftraten."
  • „ Bei seiner Hochrechnung der aktuellen Risiken geht Carpenter von hier und heute nicht zutreffenden Zahlen aus.......- nämlich bei derzeit etwa 21 pro Jahr und nicht bei etwa 64."
  • „Für die überwältigende Mehrzahl dieser 21 Fälle muss angenommen werden, dass eines der bekannten Risiken für SIDS vorgelegen hat.......Tatsächlich geht die SIDS-Forschung heute davon aus, dass bei fast allen SIDS-Fällen ein vermeidbarer Risikofaktor vorliegt. [Blabey 2009]"
  • „Obwohl Stillen, und dabei insbesondere das ausschließliche Stillen, als Schutzfaktor gegen SIDS bekannt ist,.....Bei seinen Berechnungen werden also auch solche Babys als "gestillt" eingerechnet, die nachts mit der Flasche ernährt wurden."
  • „Auch die Definition des "bed sharing" bedarf eines Kommentars:......und "bedsharing during last night only" unterschieden werden, so wie dies in neueren Studien praktiziert wird [z.B. Vennemann 2012]."
  • ......


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