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Der Anteil von Kindern und Jugendlichen, denen Antipsychotika verordnet werden, steigt in Deutschland – auch wenn die Zahlen verglichen mit Nordamerika niedriger liegen. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler um Christian Bachmann von der Philipps-Universität Marburg und Falk Hoffmann von der Universität Bremen in einer Studie, die in der kommenden Ausgabe des „Deutschen Ärzteblattes“ (Bd.111, Nr. 3) erscheint und für die Daten der Barmer GEK ausgewertet wurden. Zwischen 2005 und 2012 stieg der Anteil der Kinder und Jugendlichen, denen die Mittel verordnet wurden, von 0,23 auf 0,32 Prozent; er nahm also um 41 Prozent zu.

Insbesondere bei den Zehn- bis Neunzehnjährigen zeigte sich ein Zuwachs, während die Verordnungen bei den bis zu vier Jahre alten Kindern sogar sanken. Jungen wurden die Mittel häufiger verschrieben als Mädchen. Vor allem der Einsatz der als schonender geltenden atypischen Antipsychotika nimmt zu; die älteren, typischen Antipsychotika lösen motorische Störungen aus. Die häufigsten Substanzen waren Risperidon und Pipamperon. Risperidon wurde am häufigsten bei der Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörung ADHS, bei Störungen des Sozialverhaltens, Autismus, Intelligenzminderung, Angst- und emotionalen Störungen und depressiven Störungen verschrieben. » mehr
(Quelle: FAZ Online, 14.01.2014, von Christina Hucklenbroich)

Zur Studie auf der Webseite der Barmer EK: Hier

 

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