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ab 27.07.2010

Mutterliebe gegen Stress - Wer als Kleinkind Wärme erfährt, bleibt ein Leben lang robust

Die Geister aus der Kinderstube können immer wiederkommen. So nennen Psychologen Ängste und andere seelische Notlagen, die auf mangelnde Liebe und Fürsorge in jungen Jahren zurückzuführen sind.


Wer als Kind wenig Wärme erfahren hat und emotional vernachlässigt wurde, ist ein Leben lang anfällig für psychische Leiden - aber auch für Bluthochdruck, verstopfte Herzkranzgefäße und Zwölffingerdarmgeschwüre. Umgekehrt kann eine frühe, enge Bindung auf Dauer Stabilität verleihen. Im Fachblatt Journal of Epidemiology and Community Health vom Dienstag zeigen Ärzte und Psychologen, dass Kinder, die im achten Lebensmonat besonders warmherzig von ihrer Mutter behandelt wurden, noch 30 Jahre später davon profitieren unv weniger anfällig für Stress sind.

Die Forscher um die Sozialepidemiologin Johanna Maselko bewerten die Bindung zwischen 482 Müttern und ihren Kleinkindern während eines Enwicklungstests. Drei Jahrzehnte später wurde die emotionale Stabilität der mittlerweile Erwachsenen beurteilt. Wer besonders liebevoll von seiner Mutter betreut wurde, klagte im mittleren Alter über weniger Ängste, war seltener feindselig und aggressiv und kinnte besser mit Belastungen umgehen. „Biologische Erinnerungen setzen sich früh fest und können im Erwachsenenalter verletzlich oder widerstandsfähig gegenüber Problemen machen”, sagt Maselko.
(Quelle: SZ vom 27.07.2010; von Werner Bartens)

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