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Die Verantwortlichen schämen sich dafür, unter welchen Bedingungen die Flüchtlinge hier leben müssen – in Hallen mit 300 anderen Menschen und auf uralten, versifften Matratzen. Am Hauptbahnhof stehen die Bundespolizisten schon am Bahnsteig, wenn ein Zug aus Italien oder der Türkei ankommt. Sie wissen, dass in solchen Zügen die Flüchtlinge zu Dutzenden ankommen. Es vergeht kaum ein Tag, an dem man nicht in der Zeitung über die Lage der Flüchtlinge in München und Bayern liest. Und so gut wie nie sind diese Berichte positiv.

Wenn man sich vergegenwärtigt, unter welchen Bedingungen Menschen hier leben, die durch Kriege und andere Katastrophen zum Teil schwer traumatisiert sind, dann kommt man kaum umhin, sich zu schämen. Nur: Jenseits der Scham etwas zu tun, das schaffen die wenigsten von uns. Für unsere Untätigkeit finden wir viele Gründe: Wir haben zu wenig Zeit, einen zu unsteten Lebenswandel, zu wenig Wissen über die Situation. Wir fühlen uns schon vom eigenen Leben überfordert genug und haben Angst davor, in das komplizierte Schicksal anderer Menschen hineingezogen zu werden. Aber wer sich umhört bei denen, die sich um die Flüchtlinge kümmern, erfährt: Gerade junge Helfer und Unterstützer wären wichtig. Die meisten Flüchtlinge, die zu uns kommen, sind jünger als 30. Viele sind unbegleitete Minderjährige, die allein nach Deutschland geflohen sind.

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