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"Ibbenbüren. Justus ist gerade erst zehn Wochen alt. Der Säugling kuschelt sich in die Arme seiner Mutter und hat nur Blicke für sie. Diese Situation hat nichts Ungewöhnliches, wenn nicht so viele Menschen dabei zuschauen würden: Zwanzig pädagogische Fachkräfte sitzen im Stuhlkreis in der Familienbildungsstätte in Ibbenbüren und beobachteten das kleine Kind bei dem intensiven Spiel mit seiner Mutter auf der Schmusedecke in der Mitte.

Durch Säuglinge Empathie lernen

In der Praxis sieht das dann so aus: "Eine Mutter kommt mit einem wenige Wochen alten Baby für die Dauer von einem Jahr einmal in der Woche in eine Schulklasse", beschreibt Moormann das Prozedere. Die Schüler beobachten etwa 20 Minuten, wie das Baby von Woche zu Woche wächst, bis es frei laufen kann. "Das hört sich erst einmal nach wenig an, macht aber ganz viel mit den Schülern", sagt Christoph Moormann, der selbst zweifacher Vater ist. Die Schüler lernen das Verhalten zu beschreiben und zu analysieren. Der jeweilige B.A.S.E.-Gruppenleiter unterstütze dann durch eine bestimmte Fragetechnik die Schüler dabei, sich in die Emotionen und die Motivationen von Mutter und Kind immer besser einzufühlen: "Für viele Einzelkinder ist dies die erste und oft einzige Möglichkeit, bei der Entwicklung eines Babys dabeizusein", so Moormann. In der Lebenswirklichkeit heute bleibe soziales Lernen oft auf der Strecke: "Auch in normalen Familien, wo die Eltern getrennt leben, haben Kinder einfach andere emotionale Baustellen. Es ist nicht einfach für sie Empathie zu lernen", fasst der 42-Jährige Pastoralreferent im Gespräch mit kirchensite.de zusammen. (Quelle: URL: Kirchensite.de/ Text: Marie-Theres Himstedt, pd | Foto: pd)

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Kontakt:
Schulseelsorger Christoph Moormann
An der Michaelkirche 8
49477 Ibbenbüren
Tel.: 05451 / 938 89 75 00

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